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Die Arbeitsgemeinschaft Sudetendeutscher Krippenfreunde


Die Arbeitsgemeinschaft wurde am 29. Oktober 1988 in München neu gegründet, in enger Zusammenarbeit mit der damaligen Heimatpflegerin der Sudetendeutschendeutschen, Walli Richter. Die Arbeitsgemeinschaft trat damit die Nachfolge der 1930 unter dem damaligen Troppauer Museumsdirektor Dr. Edmund W. Braun gegründeten und bald wieder aufgelösten gleichnamigen Arbeitsgemeinschaft an.

Die Krippenfreunde haben es sich zur Aufgabe gemacht, die sudetendeutschen Krippen, das Wissen um sie und das zugehörige Krippenbrauchtum zu bewahren und weiterzugeben. So führte die Arbeitsgemeinschaft mehrere große Krippenausstellungen durch. Äußerst erfolgreich war die Ausstellung "Weihnachtskrippen aus Böhmen und Mähren", die 1994 im Schwäbischen Volkskundemuseum Oberschönenfeld gezeigt wurde. Ihre Besucherzahl wies ein Rekordergebnis auf. 1995/96 wurde diese Ausstellung im Museum für sächsische Volkskunst in Dresden gezeigt und war auch hier ein großer Erfolg.

Doch nicht nur mit Ausstellungen wirkt die Arbeitsgemeinschaft nach aussen. Sie veranstaltet beispielsweise Fahrten in einzelne Krippenlandschaften, in denen in Kirchen, Museen und bei Privatpersonen noch alte Krippen erhalten sind. Eine gemeinsame Krippenfahrt mit bayerischen Heimatpflegern führte im Januar 2002 in die Oberlausitz, ins böhmische Niederland und das Jeschken- und Isergebirge.
An der Neuauflage des Standardwerkes „Krippenkunst in Böhmen und Mähren“ von A. Karasek und J. Lanz wirkte die Arbeitsgemeinschaft entscheidend mit. Auch mit eigenen Publikationen einzelner Mitglieder tritt die Arbeitsgemeinschaft an die Öffentlichkeit.

Ein besonders wertvoller Beitrag der Arbeitsgemeinschaft ist die Erfassung alter oder in heimatlicher Tradition neu entstandener Krippen. Willi Lang, der zweite Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, erstellte dazu ein Inventarisierungsschema und konnte bereits zahlreiche Krippen erfassen. Die Arbeitsgemeinschaft versucht auf diese Weise auch, Krippen zu retten, die nach dem Tod ihrer Besitzer von uninteressierten Erben dem Antiquitätenhandel oder gar der Mülltonne übereignet würden.

Von Anfang an pflegte die Arbeitsgemeinschaft die Zusammenarbeit mit anderen Krippenvereinen, auch in der Tschechischen Republik. Mit dem Bayerischen Krippenverband ist sie durch ihre Mitgliedschaft und aktive Mitarbeit besonders freundschaftlich und eng verbunden. Damit verbindet die Arbeitsgemeinschaft auch die Hoffnung, den sudetendeutschen Krippen auch in den kommenden Jahrzehnten das Überleben zu sichern.